soulbits

Think about music – home & family

Swagis Soulbit home Familie

Um einen emotionalen Einstieg zu deinen Wurzeln zu finden, habe ich den nachfolgenden Song ausgesucht. Heute gehts um “HOME” von JyellowL. Seine irischen, jamaikanischen und nigerianischen Wurzeln haben seinen kraftvollen, unverwechselbaren Sound geprägt. Ich mag seine Stimme in der Kombination mit einem melodischen Mix aus Afrobeat, RnB und Soul und bewundere sein 1. Album „twenty twenty“. Ein so junger Mensch, der mit soviel Grips Songtexte schreibt und mit seinem “Bro” Chris Kabs briliant vertont.

Es geht nicht immer darum Songtexte 1 zu 1 zu übersetzen, zumal sie oft sehr persönliche Erlebnisse verarbeiten, in diesem Fall auch politische Begebenheiten. Aber man kann sie als Inspiration für seine eigene Welt verwenden und mit guter Musik im Ohr, lässt es sich einfach besser denken.

Home/Heimat ist überall dort, wo unser Herz verweilt: in einer Leidenschaft, einer Gewohnheit, einem Ort, einem Lied, einem Tier u.a. Weil für die meisten von uns die Familie die stärkste dieser Verankerungen darstellt, fokussieren sich meine Ausführungen im Folgenden auf diesen intimen Kreis.

In der ersten Strophe, erzählt er, von seinen persönlichen Erlebnissen in seiner Familie, die sein Gefühl von Zuhause ausmachen. Sooo schön, wie er das singt! Es fühlt sich ein bisschen nach Schaukeln an.

Die Zeile „apropos dishes“ löste in mir eine tiefere Assoziation aus: Ich begann, das Geschirr als Symbol für die Familie zu sehen. Auf ihm wird das Leben serviert – mal als nahrhafte Weisheit, mal als bittere Erfahrung. So vielfältig wie die Muster der Teller, von edel bis kunterbunt, so verschieden ist das, was uns gereicht wird. Was uns nährt, nehmen wir dankbar an; was uns nicht guttut, dürfen wir „abspülen“ – ein Akt der emotionalen Befreiung. Selbst wenn ein Teil zerbricht, findet sich ein neues Stück, das trotz anderer Optik perfekt in unser Lebensmosaik passt. Am Ende geht es darum, Unverdauliches loszulassen, um Platz für Freiheit und Liebe zu schaffen. Wer sich dieses Bild verinnerlicht, findet den Weg zur inneren Heilung.

Es ist nicht die Zeit, in Selbstmitleid zu verfallen; das Leben geschieht – oft mit einer tieferen Absicht. Die wahre Stärke liegt darin, gerade jene Momente, die uns am meisten treffen, mutig in den Blick zu nehmen. Wenn der Schmerz am größten ist und wir instinktiv wegschauen wollen, dann ist genau der Zeitpunkt für die wichtigste Lektion gekommen.

Die Heilung beginnt, indem wir Trauer und Schmerz zulassen, statt sie zu verdrängen. Das ist die Botschaft, die ich aus dem zitierten Satz ziehe und als Erkenntnis so tief nachvollziehen kann.

Heute blicke ich mit echter Dankbarkeit auf meine traumatischen Erlebnisse zurück. Es war eine Reise, sie zu verarbeiten, doch jede Hürde hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin: stärker, klarer und resilienter.

Sei mutig, erkenne die Lektionen im Leid und nutze deine Erfahrungen als Fundament für dein neues, gestärktes Ich!

Ich kenne das Gefühl dieser Ablösephasen nur zu gut – und heute weiß ich: Es ist gut und richtig so.

Jede Generation hat das Recht, die Welt für sich neu zu definieren. Das gilt für die Familie ebenso wie für unsere Rollen als Männer und Frauen. Dass wir uns dabei zunächst fremd fühlen, ist ein notwendiger Teil des Weges.

Ein entscheidender Schritt erfolgt in der Pubertät, wenn die Grenzen des Elternhauses zu eng werden und wir mit unseren Freunden verschmelzen. In diesen Peergroups finden wir eine neue, gewählte Familie – ein essenzieller Prozess, um den Puls der eigenen Generation zu spüren. Doch auch aus diesen Gemeinschaften lösen wir uns irgendwann wieder, um weiterzuwachsen.

Oft ist es gerade der zeitliche Abstand, der es uns ermöglicht, uns später neu zu begegnen. Wenn man sich nach Jahren wieder gegenübersteht, keimt oft eine ganz neue Form der Verbundenheit auf – sei es mit der Familie, alten Jugendfreunden oder Weggefährten aus vergangenen Lebensphasen

Im Kontext der Familie bedeutet dies zweierlei: Die ältere Generation übt sich in der Kunst, die Jugend ihre eigenen, neuen Wege einschlagen zu lassen. Im Gegenzug bringt die junge Generation die Weitsicht auf, die Vergangenheit mit all ihren Umständen und Rahmenbedingungen stehen lassen zu können – ohne sie zu verurteilen. Eine wertvolle Lektion, die uns durch das gesamte Leben begleitet.

Anders als im Liedtext sehe ich hier die Dynamik zwischen meinen drei Söhnen. Sie kritisieren oft vermeintliche Ungerechtigkeiten, doch vollkommene Gleichbehandlung ist eine Illusion. Jedes Kind hat eigene Eigenheiten und braucht zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Unterstützung.

Zudem ist unsere Kommunikation als Eltern ein Spiegel unserer eigenen Reife. Wir können Situationen nur so gut erklären, wie wir sie selbst erfahren und verarbeitet haben. Deshalb finden wir Antworten nicht immer nur bei unseren Verwandten. Indem wir aber authentisch von unserem Weg erzählen, geben wir dem anderen Halt. So werden Worte – ob gesprochen oder gesungen – zu einer tragfähigen Heimat für die Seele.

Wir alle wachsen in Rahmenbedingungen auf, die wir als Kinder bedingungslos als unsere Heimat akzeptieren. Doch die wahre Reise beginnt mit dem ‚Ausfliegen‘. Erst aus der Distanz gewinnen wir die Freiheit, das vertraute Nest objektiv zu betrachten. Im Vergleich mit anderen Lebensentwürfen offenbart sich uns eine bereichernde Vielfalt.

So finden wir den Schlüssel zur innerer Versöhnung und wahren Gelassenheit.

Vergessen wir dabei nie: Jeder von uns ist verantwortlich für seine eigene Ausstrahlung. Diese Aura ist unser ständiger Begleiter und unser Geschenk an das Umfeld. Sie wächst und reift mit allem, was wir erleben – und sie wirkt immer, in jedem Augenblick.

­.

Time for a coffee?

Hier noch der Originaltext zum Mitsingen:

Have you ever felt love that it’s overwhelming
Have you ever gone to a place and you know you’re welcome?
That’s home

Home is where the heart is home is where the love is
Home is on the carpet eating nuggets with your cousins
Home is with your brothers home is with your sister
Home is with your mother where you cover her with kisses


Home is with your father Home is with your misses. Home is when the food on the dish is sweet and delicious Speaking of dishes earning your keep is with sweeping the
Kitchens and deeping decisions to


Keep the peace and piecing the visions of growth of togetherness oath love that never lets loath
Come in and never dwell close or running in parallel roads
Or So the fairytale goes pose when the carousel slows
And Those that never tell told that Love will forever melt souls


Those I’ll never let go so in my element when
I’m in like I never left yo what if I never met bro
Remember Telling em veteran if he ever went pro
When we were ready to get revenge when the parent went rogue

There’s the place we love yo Where’s the safety huh
Cos sometimes you know it really gets like wrestle mania
Although Gripping intellect Is what the wrestles mainly are
Then we Give an indirect response When the parents ask


Although Maybe y’all May regard me an alien
But my Brady bunch Gave me heart Made me radiant
And they made me strong Made me calm Made me stray beyond
All the places gone on the run but I Made it home.

Have you ever felt love that it’s overwhelming
Have you ever gone to a place and you know you’re welcome?
That’s home
Ever talk back then Hold your helmet
Cos you know if they fought back there’s no one helping
That’s home
..


That’s home Citizens in their own homes divided weak and idle
On this planet we are home grown So How can we be rivals
Not everything the government tells us will be reliable
Cos you Picked the fight so tell how can We Be liable

Yeah we’re Neighbors but not quite like when you Read the bible
Propaganda says it’s either beat the side or Be disciple
We don’t decide but time will come and repeat the cycle
Well, in truth we don’t decide to freedom fight or Seek revival

Cos people had to seek asylum with The wreak of violence
And they’re weeping so their weakened circumstances redefine em
No chance at reconciling the freedom from freedom fighting
But How do you expect illiterates to read the writing

Left families devastated Got Rapidly separated
They Happily decorated The fact that they detonated Bombs on the hour and it doesn’t seem to slow up
You go to those kids and tell them they won’t live to grow up


See! Pure hearted but a few of us ain’t
Divided us and then gave us numerous humorous names
And we’re Forced into Acceptance but who did you elect since
The ones with fewer votes are busy winning the elections

fathom what isn’t
Please father forgive him
Its his passion opinion
Even in fashion of sinning


Wait! What is passion what isn’t
Is all passions opinion
Is all passion forgiven
Even in fashion of sinning

cos in history there’s always been entrapments
But I thought history was meant to be in the past tense
I Thought we had to learn from other peoples actions
The difference is related to the axis and accents

false! sense Identity fuels the hate you’re given
Politics is the explanation for it your nature isn’t
Forget a passport I’m way too woke for patriotism
I only have my home that’s my main origin

Have you ever felt love that it’s overwhelming
Have you ever gone to a place and you know you’re welcome?
That’s home Ever talk back then Hold your helmet
Cos you know if they fought back there’s no one helping

A home without love is just house
And We all need love even in unequal amounts

You’re hearing my home in me when I speak with my mouth
Yeah this is what my people about
Take it home

Songtexte HOME from JyellowL